Öffentlichkeit schaffen
Mit Informationsständen, Veröffentlichungen und Gesprächen bringen wir das Vorhaben in die Stadtgesellschaft. Wir werben für einen würdevollen Umgang mit dem Synagogengrundstück.
Förderverein · Bruchsal · Seit 2019
Jüdische Geschichte bewahren.
Zukunft gemeinsam gestalten.
Wir setzen uns für einen Ort ein, an dem jüdische Geschichte und Kultur Badens sichtbar werden – und Menschen einander begegnen. Im Herzen Bruchsals, auf dem Grundstück der ehemaligen Synagoge.
Unser Engagement kennenlernen
Was wir tun
Der Förderverein Haus der Geschichte der Juden Badens e.V. wurde am 28. März 2019 in Bruchsal gegründet. Unser satzungsmäßiger Auftrag ist es, das geplante Geschichtshaus ideell und finanziell zu unterstützen: als Bewahrer jüdischen Kulturerbes, als Lern- und Forschungsort und als interkulturelle Begegnungsstätte.
Jüdinnen und Juden haben Baden in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mitgestaltet. Wir wollen diese gemeinsame Geschichte und das jüdische Leben der Gegenwart vermitteln. Daraus wächst unser Einsatz für Verständigung und gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.
Der Verein arbeitet nach seiner Satzung selbstlos und parteipolitisch neutral. Menschen, Institutionen und Organisationen, die unsere Ziele teilen, können sich anschließen.
Mit Informationsständen, Veröffentlichungen und Gesprächen bringen wir das Vorhaben in die Stadtgesellschaft. Wir werben für einen würdevollen Umgang mit dem Synagogengrundstück.
Wir suchen den Austausch mit Nachfahren jüdischer Familien, jüdischen Organisationen, Kulturinitiativen und der Politik. Ihre Erfahrungen und Perspektiven gehören in die Diskussion über das Haus.
Wir gewinnen Mitglieder und Förderer und werben um Beiträge und Spenden für die Verwirklichung des Projekts. Gemeinsam tragen wir die Idee weiter.
Unsere Vision
Mit dem MARUM HAUS wollen wir Geschichte, Kultur und Begegnung zusammenbringen. Das Vereinskonzept vom März 2025 schlägt dafür die Umnutzung der Alten Feuerwache vor.

Diese Vision beschreibt das Vereinskonzept von 2025. Die dort skizzierten Nutzungen, die Trägerschaft und die Finanzierung sind Vorschläge für die weitere Entwicklung des Projekts.

Der historische Ort
In der Friedrichstraße stand die 1881 eingeweihte Bruchsaler Synagoge. Während der Novemberpogrome 1938 wurde sie in Brand gesetzt; die Feuerwehr löschte den Brand nicht. Die Ruine wurde später beseitigt. Im November 1953 bezog die Feuerwehr auf diesem Grundstück ihre neue Wache.
Mit dem geplanten Umzug der Feuerwehr wurde die Frage nach der Zukunft des Geländes neu gestellt. Für die Initiatoren des Vereins war klar: Dieser Ort verlangt eine Nutzung, die seiner Geschichte gerecht wird.
Unser Ziel ist ein zugänglicher Ort, der an die jüdische Gemeinde erinnert, ihr kulturelles Erbe vermittelt und Raum für heutiges jüdisches Leben und Begegnung eröffnet.
Unser Weg
Wichtige Schritte aus der Geschichte des Vereins und der öffentlichen Diskussion um das Synagogengrundstück.
Die Diskussion über eine mögliche kommerzielle Nutzung des Synagogengrundstücks bringt engagierte Bruchsalerinnen und Bruchsaler zusammen. Rolf Schmitt beschreibt den 25. Juli 2017 später als entscheidenden Anstoß. Aus Gesprächen und der Arbeit im Umfeld von bruchsalia entwickelt sich die Idee eines Geschichtshauses.
Der Gemeinderat beschließt ein Beteiligungsverfahren zur Nachnutzung des Areals. In der öffentlichen Ideenfindung gehen 49 Vorschläge ein, die 2019 in einen offenen Ideenwettbewerb einfließen.
Die Gründungsversammlung beschließt die Satzung. Erster Vorsitzender wird Dr. Günter Majewski. Zum ersten Vorstand gehören außerdem Eberhard Schneider, Rolf Schmitt und Jürgen Schoner.
Informationsstände im Juni und Juli, Broschüren und Gespräche mit Politik und Öffentlichkeit machen das Vorhaben bekannt. Der Verein bringt ein Nutzungskonzept in den Ideenwettbewerb ein. Frühe Architekturstudien geben der Idee eine erste Gestalt.

Eine Petition setzt sich für ein Haus der jüdischen Geschichte und Kultur auf dem Synagogengelände ein. Nach dem Vereinsrückblick von 2023 wird sie von mehr als 130 jüdischen Nachfahren weltweit unterzeichnet. Ihre Verbindung zur Heimat ihrer Familien prägt das Anliegen.
Der Bruchsaler Gemeinderat legt in einem Zehn-Punkte-Beschluss Rahmenbedingungen und weitere Schritte für die Nutzung des Areals fest. Die Stadt führt das Vorhaben unter dem Namen „Denkort Fundamente“ weiter.
Der Verein konkretisiert seine Vision für die Alte Feuerwache: mit Kultur- und Geschichtsetagen, Räumen für Zusammenarbeit, Demokratiebildung und einem Gedenkgarten. Das Konzept verbindet die Geschichte des Ortes mit seiner möglichen Zukunft.
Mit Rolf Schmitt verliert der Verein einen seiner prägenden Initiatoren. Seine Arbeit für Erinnerung und Versöhnung und seine Kontakte zu Nachfahren jüdischer Familien bleiben ein Ansporn, das Vorhaben weiterzuführen.
Unser Nachruf auf Rolf SchmittDer Gemeinderat spricht sich für den Erhalt der Alten Feuerwache aus. Die Synagogenfundamente sollen als öffentlich zugänglicher Außenbereich erhalten und teilweise sichtbar gemacht werden. Das Areal soll sich zu einem Ort der Begegnung, des Gedenkens und der Demokratiebildung entwickeln.
Am Ort der früheren Synagoge organisiert der Förderverein mit Unterstützung der Stadt eine öffentliche Chanukka-Kerzenzündung. Mehr als 200 Menschen kommen vor der Alten Feuerwache zusammen. Rabbiner Mordechai Mendelson und Oberbürgermeister Sven Weigt begleiten die Feier. Die Lichter machen jüdisches Leben in Bruchsal sichtbar und bringen Menschen miteinander ins Gespräch – ein Zeichen für Hoffnung und Zusammenhalt.

Gemeinsam möglich machen
Mit Ihrer Mitgliedschaft, Ihren Ideen oder einer Spende unterstützen Sie unseren Einsatz für das MARUM HAUS. Wir freuen uns auf Menschen, die diese Zukunft mitgestalten möchten.